Vor einiger Zeit musste ich zusammen mit unserem Executive Creative Director (ja, wir Werber haben einfach die besten Job-Bezeichnungen) für ein wichtiges Projekt nach Düsseldorf. Da das von mir sehr geschätzte Radisson Blue Media Harbor (http://bit.ly/xXNMRh) leider mal wieder ausgebucht oder astronomisch teuer war, mussten wir eine Alternative finden. Das Briefing an unser Reisebüro lautete also: “es kann auch ein cooles Hotel außerhalb des Medienhafens sein”.

Die Wahl der Experten fiel auf das Lindner Congress Hotel (http://bit.ly/y0gVtw). Erste Zweifel kamen uns bei einem Blick auf Google Maps (das Hotel liegt mitten in einem Industriegebiet auf der “Schäl Sick” von Düsseldorf) und die Fotos der Website (70er Plattenbau trifft 0815-Hoteleinrichtung). Aber wir hatten ja nicht viel Alternativen, also nahmen wir das Angebot an. 

Die Realität war dann allerdings schlimmer, als wir erwartet hatten. Das Hotel ist gelinde gesagt in einem fragwürdigen Zustand. Aber seht selbst, Bilder sprechen hier mehr, als Worte. Anfangen möchte ich mit einem Blick auf den Balkon. Man erinnere sich, wir befinden uns in einem 4* Hotel. Warum sehen die Möbel dann aus, wie auf dem Sperrmüll zusammengesucht? Und was genau macht eigentlich der Kunstrasen auf dem Balkon?

Weiter geht es mit einem Blick in das Zimmer, das man dank des konsequent durchgezogenen 80s Style fast schon wieder klassisch nennen könnte. Eigentlich ist die Anordnung des Bettes sogar ganz cool, aber insgesamt ist alles leider eine Nummer zu “schrabbelig”. Renovierungsstau trifft es hier wohl ganz gut.

Und auch im Bad suche ich vergebens nach 1-2 Sternen: Wo in anderen Hotels gleicher Kategorie Duschgel, Schampoo und Hautcreme von L’Occitane warten, gibt es hier diesen All-in-One Spender. Der Geruch des Duschgels war übrigens fast so gut, wie sein Aussehen.

Das Schlimmste kommt aber leider noch und da hört der Spaß dann wirklich auf. Aufgrund der optimalen Lage (wir erinnern uns: mitten im Industriegebiet), haben wir uns trotz leichter Bedenken dazu entschieden, im hauseigenen Restaurant essen zu gehen. Besonders empfohlen wurde uns von dem wirklich freundlichen Kellner die Schnitzelwoche. Zum Glück habe ich mich dann doch für einen Salat entschieden. Denn das Schnitzel war absolut ungenießbar und hat meinen Kollegen für mehrere Tage lahmgelegt. Mein Saltat hingegen war einfach nur belanglos. Dieses Erlebnis konnten dann auch die aufrichtige Entschuldigung des Kellners, das Bier auf Kosten des Hauses und das insgesamt recht gute Frühstück mit vielen Bio-Produkten nicht mehr kompensieren.

Sorry Lindner, das war wirklich gar nichts. Und BTW liebes Reisebüro, was kann man an “cool” so missverstehen? Dass es in Düsseldorf noch schlimmer kommen kann, sollte eine unserer nächsten Reisen zeigen. Dazu mehr in Kürze.

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